„Was wäre das Land ohne die Gräber der Dichter!“

Der Hoppenlauf-Friedhof ist nicht nur der älteste noch erhaltene Friedhof in Stuttgart, hier befinden sich auch die Ruhestätten von bedeutenden Dichtern wie Wilhelm Hauff, Gustav Schwab und Christian Daniel Schubart. Der Friedhof wurde 1626, kurz vor der Pestepidemie, außerhalb der Stadt angelegt, 1951 gab es hier, inzwischen mitten in der Stadt, die letzte Urnenbestattung. Viele der erhaltenen Grabmale stammen aus der Zeit des Klassizismus um 1800 und sind einzigartige Zeugnisse der Grabmalkunst. Die Grabinschriften und Symbole erzählen uns vom Leben und Sterben in jener Zeit. Anlässlich der Bundesgartenschau 1961 wurde der Friedhof zu einer Parkanlage umgestaltet und ist seitdem auch eine Oase der Ruhe und ein Treffpunkt für Romantiker.

Unser Rundgang beginnt am Gedenkstein von Christian Daniel Schubart, dessen genaue Grabstelle nicht mehr festzustellen ist. Das Grab von Wilhelm Hauff, das mit einem Felsblock vom Lichtenstein geschmückt wurde, hat dagegen alle Stürme der Zeit überstanden. Bei der Beerdigung des berühmten Verlegers Johann Friedrich Cotta wurden, wie wir erfahren, keine Kosten gescheut. Leider ist der Grabstein nicht mehr erhalten. An Gustav Schwab, den Dichter und Theologen, erinnert ein imposantes, stehendes Denkmal. In seiner Nähe sind viele seiner berühmten Künstlerfreunde begraben: so der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker, die Komponistin Emilie Zumsteeg. Das Ende unseres Spaziergangs führt uns zum Grabmal des viel gehassten »Literatur-Papstes« Wolfgang Menzel, das dessen markantes Porträt zeigt.

REZITATION: Ulrike Goetz

FÜHRUNG: Anne Abelein

KONZEPTION: Christiane Pesthy

Gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart

Sonntag, 9. November 2014

Uhrzeit: 14(!) Uhr
Treffpunkt: Liederhalle / Eingang Hegelsaal
Dauer: etwa 2 Stunden
Anmeldung nur für größere Gruppen erforderlich
Preis: 12 € pro Person